As time goes by

Jetzt haben wir doch schon tatsächlich den 19. Dezember des Jahres 2008. 19 (in Worten: neunzehn) Tage, das entspricht einer Stundenanzahl von knallhart kalkulierten 456 h (dem Windows-Rechner sei dank) oder aber auch  27.360 Minuten.

Ausgehend von der Logik der Zeit dürfte nun ein Tag in diesem (nur teilweise winterlichen) Dezember genau so lange andauern, wie ein Tag vor einem Monat, vor einem Jahr oder vor einem Jahrzent.

Und dennoch durchschleicht mich ein Gefühl, dass diese Tage am Ende eines bewegenden Jahres doch eine ganz andere Taktung führen, als doch erwartet. Ich kann mich noch genau daran erinnern, wie ich das erste Säckchen des mütterlich liebevoll angefertigten Adventskalenders öffnete – als sei es gestern gewesen! Und auch der Nikolaustag, dessen eigentliche Herkunft doch zunehmend dem Kommerz gewichen ist, hat sich in meinem Kopf verfestigt und ist doch schon so fern.

Eine neue Zeitrechnung hat begonnen – ob dies nun an den vielen Schönheiten des Lebens liegt, die die Zeit zum rasen bringen, an der Beschleunigung des gesellschaftlichen Lebens durch Medien, Beruf und Leistungsdruck, oder aber am Mythos Bachelor-Studiengang? Ich vermag es nicht zu beantworten.

Eine weitere Lösung könnte ein zunehmendes Pensum an Schlaf sein – mehr Schlaf, weniger wach, ergo weniger Zeit zum erleben. Diese schier unfassbare Hypothese verneine ich doch aufs allerschärfste.

Warum die Zeit nun fliegt, kann ich – wie gesagt – nicht beantworten. Und dennoch genügt allein die Feststellung dieses Zustandes, mir Gedanken darüber zu machen und anscheinend endlich mal wieder einige Minuten mit wirklich vernünftiger Arbeit „vergeudet“ zu haben.

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